kommen und gehen

und arbeiten in der Großherzog-Friedrich-Str. 50, 66121 Saarbrücken, Telefon (0681) 968 65 66 ,
kontakt@karin-eberhardt.de

Neulich erzählte mir Karin Eberhardt, dass ihre Werkstatt ursprünglich ein Kolonialwarenladen mit angeschlossener Wohnung war. Hier in ihrem Arbeitsraum wurden Mehl, Zucker, Tee oder Kaffee über den Tresen verkauft.
Süßigkeiten und vielleicht auch Kurzwaren.
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Eine stattliche Auswahl findet sich auch heute hier zusammen und wartet in mit Bodenmagneten an die Wand des Kartenschrankes geklebten Dosen auf ihren Einsatz. Wobei es sich hier um die wenigen selbsthaftenden oder geklebten Dinge im Raum handelt. Denn hier folgt alles dem Arbeitsmotto der Stickerin: „ordentlich kleben dauert so lange wie ordentlich annähen“
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Nicht nur hier im ehemaligen Verkaufsraum steht das Material herum. Im Hinterzimmer gibt es noch viel mehr:
Kisten mit den Etiketten und mit mir zuerst Angst einflößenden Aufschriften: Bein, Plastik, Seil.
Es sind keine Symbole, sondern reines Material.
Ebenso ist der Werkzeugkasten im Fenster der Werkstatt kein Symbol, sondern ein Werkzeugkasten.
Ebenso ist die Kaffeekapsel weder Mittel zur Zivilisationskritik im Spiegel der Schönheit des Abfalls.
Nein, es ist reines Material, das im Stickrahmen von Karin Eberhardt seine künstlerische Qualität zeigt.
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Daher gerät man hier sehr leicht in den Sog, den Dingen künstlerischen Wert zu geben. Wobei man nie weiß, wohin das führt. Als ich neulich fragte, was sie mit den Ohrenstöpseln macht, die auf dem Tisch lagen, hieß es: Die stecke ich mir wegen des Straßenlärms in die Ohren. (Danke Sabine Graf für den Text)
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und herzlich willkommen
im Atelier. Karin Eberhardt
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